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Donauforschung – gestern, heute, morgen: Wissenschaft verbindet Generationen und Länder

Den Auftakt bildeten Vorträge zur Geschichte und Entwicklung der Donauforschung in Österreich sowie zur Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Donauraum. In anschließenden Podiumsdiskussionen standen die Donau als sozio-ökologisches System, ein integriertes Gewässermanagement und die Zukunft des Gewässerschutzes im Mittelpunkt. Expert:innen aus Forschung, Wasserwirtschaft, Naturschutz und internationalen Institutionen beleuchteten dabei die vielfältigen Interessen entlang des Flusses und die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen in Österreich und im gesamten Donauraum.

Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Reinhard-Liepolt-Preises für Donauforschung 2026 an Dipl.-Ing.in Dr.techn. Sophia Steinbacher-Haid. Die ehemalige Dissertantin der Karl Landsteiner Privatuniversität wurde für ihre Dissertation über den Einsatz molekularbiologischer Methoden zur Analyse der mikrobiellen Wasserqualität ausgezeichnet. In ihrer Forschungsarbeit untersuchte sie unter anderem den möglichen Einfluss der Binnenschifffahrt auf die Wasserqualität der Donau und entwickelte einen innovativen Ansatz zur Bewertung fäkaler Belastungen großer Flüsse. Die ausgezeichnete Arbeit leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur nachhaltigen Entwicklung des Donauraums.

Den Würdigungspreis für sein Lebenswerk erhielt Hofrat Dr. Gerhard Kavka, der ehemalige Leiter der Bundesanstalt für Wassergüte, und der Koordinationsstelle „Aquatische Mikrobiologie“ des Bundesamtes für Wasserwirtschaft. Er trat im Jahr 1979 dem Verein bei und war von 1995 bis 2015 Vorstandsmitglied, darunter 8 Jahre lang Vizepräsident.  In seinen zahlreichen Funktionen hat Dr. Kavka als Verantwortlicher für das Monitoring und die Bewertung von Gewässern gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie einen außerordentlich wichtigen Beitrag für die Sicherung der Wasserqualität der österreichischen Gewässer geleistet.

Am Nachmittag präsentierten internationale Expert:innen aktuelle Forschungsergebnisse. Im Fokus standen neue Erkenntnisse aus der Joint Danube Survey 5, darunter Untersuchungen zu chemischen Belastungen, aquatischer Biodiversität und mikrobiologischer Wasserqualität. Ein weiterer Programmschwerpunkt widmete sich dem Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – von Citizen-Science-Projekten über Bildungsinitiativen bis hin zu kreativen Kommunikationsformaten, aufgelockert durch einen Song über das EU Mission Projekt DANSER vom Songwriter und Wissenschaftler Ronald Pöppl.

Zum Abschluss wurden zentrale Herausforderungen für die Zukunft des Donauraums präsentiert und diskutiert, darunter die Auswirkungen des Klimawandels auf Gewässer sowie der Umgang mit invasiven Arten. Als verbindendes Flusssystem für zahlreiche Länder Europas steht die Donau für gelebte Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Die Jubiläumsveranstaltung machte deutlich, wie wichtig dieser gemeinsame Einsatz auch in Zukunft bleibt.

Mehr Informationen zur Veranstaltung: Science, Song, and the Danube: „Yesterday, Today, Tomorrow“ Brings Generations of River Research Together | ICPDR – International Commission for the Protection of the Danube River

Liepolt-Preisträgerin Sophia Steinbacher-Haid mit ihren Betreuern Andreas Farnleitner (l.) und Alexander Kirschner (r.)

Würdigungspreistäger Gerhard Kavka mit ÖK-IAD Präsident Thomas Hein (r.) und Alexander Kirschner (l.)

Festveranstaltung

anlässlich

50 Jahre Österreichisches Komitee der IAD
70 Jahre International Association for Danube Research (IAD)
“Donauforschung – gestern, heute, morgen”
26. Juni, 2026, 9-17 Uhr

BMLUK, Stubenring 1, Marmorsaal

DACH Geobiology Symposium 2025

Diesen September vernetzte zum vierten mal das DACH Geobiology Symposium 2025 Nachwuchswissenschaftler an der Schnittstelle zwischen Geo- und Biowissenschaften im Naturhoistorischen Museum Wien.
Univ.-Prof. Dr. Christian Griebler, stellte die grundwasserökologische Forschung an der Uni Wien sowie die Arbeit des ÖK-IAD vor.
Gratulation für die erfolgreiche Veranstaltung!

Vernetzungs-Picknick auf der Donauinsel

Wir laden am Sonntag, den 20. Juli ab 14:00 alle Donauforschende herzlich ein in sommerlicher Atmosphäre wissenschaftlich sowie physisch gemeinsam in das Forschungsobjekt Donau einzutauchen.
 
Der genaue Ort und Ablauf wird nach Anmeldung bekannt gegeben: youngdanube@gmail.com
 
Wir freuen uns auf Ihr/euer kommen!
Young Danube Research
Ankündigung und Einladung 49. Vollversammlung des ÖK-IAD
Am 06.06.2025 findet von 10:00h-12:30 die 49. Vollversammlung des ÖK-IAD in den Räumlichkeiten des Bundesministeriums in Wien statt. Mitglieder des ÖK-IAD sind herzlich eingeladen.
Ort: BML, 1030 Wien, Marxergasse 2, Festsaal im Mezzanin
Zeit: 10:00h – 12:30h
 
Im Rahmen der Vollversammlung wird Prof. Dr. Martin Dokulil einen Vortrag zur „Geschichte der Limnologie an der Donau im 19./20. Jahrhundert“ halten!
Antibiotikaresistenzen in niederösterreichischen Flüssen untersucht:
 
Erstmals ist die Ausbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien in Donau, Kamp, Ybbs und Gölsen/Traisen verglichen worden. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Karl Landsteiner Universität Krems unter der Leitung von Alexander Kirschner.
 
Originalartikel:

Vergabe der Liepoltpreise 2024

Im Zuge einer erweiterten Vorstandssitzung wurden im Dezember 2024 die Liepoltpreise überreicht. Ausgezeichnet wurden

  • Katalin Demeter, TU Wien, für ihre Dissertation „Exploring the full information content of genetic faecal markers for next generation water safety management“ (TU Wien, 2023)
  • Martin Tschikof, BOKU University, für seine Dissertation „Effects of floodplain restoration on nutrient retention and multi-functionality on the river reach and basin scales”
  • Iris Schachner-Gröhs, MedUni Wien, für ihre Dissertation „Faecal pollution sources as pathways of antimicrobial resistances in the Danube River Basin”
  • Ronald Pöppl, Universität Wien, für mehrere Publikationen, die sich der Bedeutung der Geomorphologie und Konnektivitätsforschung zum besseren Verständnis der Wasser- und Sedimentdynamik im Donaueinzugsgebiet widmen.
 
Univ. Prof. Dr. Martin Dokulil und Univ. Prof. Dr. Otto Moog wurden für ihr Lebenswerk im Bereich der Limnologie und der Erforschung der benthischen Organismen des Donauraums gewürdigt.

(v. li. nach re.): Katrin Teubner (Liepoltpreis-Jurymitglied), Ronald Pöppl, Martin Tschikof, Katalin Demeter (mit Sohn Botond), Otto Moog. (Iris Schachner nicht am Foto)

Vernetzungs-Picknick auf der Donauinsel

 

Wir laden am Sonntag, den 20. Juli ab 14:00 alle Donauforschende herzlich ein in sommerlicher Atmosphäre wissenschaftlich sowie physisch gemeinsam in das Forschungsobjekt Donau einzutauchen.
 
Der genaue Ort und Ablauf wird nach Anmeldung bekannt gegeben: youngdanube@gmail.com
 
Wir freuen uns auf Ihr/euer kommen!
Young Danube Research
ÖK-IAD -Networking event „Young Danube Research“
Als „Follow-up“-Aktivität des ÖK-IAD -Networking event „Young Danube Research“ organisieren PhD-Studierende in Zukunft regelmäßig Stammtisch-Treffen, um sich auszutauschen und anstehende Themen in lockerer Atmosphäre zu diskutieren. Das erste Event findet am 24. Jänner 2025 in The Long Hall, Floriangasse 2, 1080 Wien statt – nähere Infos hier.
  
An weiteren Infos interessiert? Hier für die Mailingliste anmelden: youngdanube@gmail.com
ÖK-IAD -Networking event „Young Danube Research“

Am 22. November 2024 fand der erste ÖK-IAD Networking Event „Young Danube Research“ für PhD-Studierende von vier Universitäten im UZA 2 der Universität Wien statt. Insgesamt haben 19 Nachwuchs-WissenschaftlerInnen aus acht Ländern ihre PhD-Projekte zur Donau und/oder dem Donauraum und angrenzenden Flusssystemen in 2-Minuten Pitches präsentiert und sich anschließend in Kleingruppen über ihre Arbeiten und Erwartungen für solche Netzwerktreffen und die möglichen Synergien und Benefits ausgetauscht.

Veranstaltet wurde der Event von Seiten der Universität Wien mit Partneruniversitäten wie der BOKU und der Medizinischen Universität Wien.

Reinhold Liepolt Preis 2023

Das österreichische Komitee Donauforschung der Internationalen Gemeinschaft Donauforschung vergibt in Würdigung um die Verdienste von Altpräsident Hofrat Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Reinhard LIEPOLT um die limnologische Erforschung der Donau den Reinhard LIEPOLT Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Dieser Preis wird für besondere Leistungen auf dem Gebiet der limnologisch relevanten Forschung mit Schwerpunkt Donau und ihrer Zubringer im österreichischen Donaueinzugsgebiet verliehen. Kriterien für die Bewertung der Arbeiten sind Originalität, hohes fachliches Niveau und – als Zusatzkriterium – Implikation für die Praxis. Die eingereichten Arbeiten müssen publiziert sein und umfassen Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Habilitationsschriften, Monographien, Beiträge in Büchern oder Artikel in Fachjournalen.

Österreichisches Komitee Donauforschung
Internationale Arbeitsgemeinschaft Donauforschung